Benin

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt Benin seit rund 35 Jahren bei der nachhaltigen Entwicklung. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Landesweit ist die GIZ an mehr als zehn Standorten im Einsatz. Seit 1992 steuert das GIZ-Büro diese Aktivitäten zentral aus Cotonou. Für den Erfolg der Programme und Projekte im Land setzen sich rund 235 Fachkräfte ein, darunter mehr als 180 nationale und 31 entsandte Mitarbeiter, 24 Entwicklungshelfer sowie vier Integrierte Fachkräfte.

Trotz stabilen gesamtwirtschaftlichen Wachstums seit Anfang der 1990er-Jahre zählt Benin noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt.

Der Großteil der Erwerbstätigen arbeitet in der Agrarwirtschaft, dem dominierenden Sektor des Landes. Er generiert mehr als 75 Prozent aller Exporte, weist jedoch eine zu geringe Produktivität auf, um den Nahrungsmittelbedarf der ständig wachsenden Bevölkerung zu decken. Obwohl Dezentralisierung und Kommunalentwicklung in Benin voranschreiten, greifen Reformen im öffentlichen Dienst, bei der Privatisierung von Staatsbetrieben und bei der Förderung des Privatsektors nur langsam. Die landesweit mangelhafte Elektrifizierung erschwert die wirtschaftliche Entwicklung. Etwa 70 Prozent der beninischen Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, lediglich 46 Prozent zu einer Sanitärversorgung.

Die GIZ arbeitet in Benin in drei Schwerpunkten:

  • Dezentralisierung und Kommunalentwicklung (Good Governance)
  • Landwirtschaft und Anpassung an den Klimawandel
  • Städtische und ländliche Trinkwasser-, Abwasser- und Sanitärversorgung und integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen

Weitere Tätigkeitsfelder sind die Unterstützung des Entwicklungsministeriums bei der Umsetzung der nationalen Armutsbekämpfungsstrategie. Im Bildungsbereich werden Bildungsministerium und Schulämter gestärkt, um die Bildungschancen der heranwachsenden Generation zu verbessern. Mit Hilfe eines regionalen Programmes unterstützt die GIZ den westafrikanischen Strommarkt und finanziert über das Programm „Energising Development“ die ländliche Versorgung mit erneuerbaren Energien. In einem Regionalansatz des Zivilen Friedensdienstes trägt die GIZ zum besseren Verständnis zwischen Nomaden und Ackerbauern bei. Beauftragt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) leistet die GIZ einen Beitrag zum Erhalt eines grenzübergreifenden Biosphärenreservats am Fluss Mono. Im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ des BMZ beteiligt sich das Landesprogramm der GIZ Benin an der Umsetzung globaler Vorhaben.

Die GIZ unterstützt ihre Partner auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene in strategischen und konzeptionellen Fragen sowie bei der Umsetzung ihrer politischen Ziele. Alle Maßnahmen in Benin werden in enger Zusammenarbeit mit der KfW Entwicklungsbank durchgeführt.

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