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Demokratische Republik Kongo (DR Kongo)

Seit 1978 arbeitet die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). 1994 musste die Arbeit aufgrund des Bürgerkrieges und der daraus resultierenden Sicherheitsrisiken eingestellt werden. 2002, mit Wiederaufnahme der Kooperation mit der Europäischen Union (EU), wurde auch das deutsche Engagement wieder intensiviert. Aktuell arbeiten 247 nationale und 35 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1 integrierte Fachkraft und 7 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Die DR Kongo erlebt seit Ende der 1990er-Jahre eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Drei Viertel der rund 83 Millionen Kongolesen leben trotz des enormen Reichtums an Bodenschätzen unterhalb der Armutsgrenze. Die prekäre Ernährungssituation der Bevölkerung gerät durch interne Fluchtbewegungen weiter unter Druck. Im Human Development Index 2015 belegt das Land Platz 176 von 188. Rund 60 Prozent der Fläche der DR Kongo sind von Regenwald bedeckt. Es ist von globalem Interesse, diesen riesigen natürlichen Kohlenstoffspeicher und seine einzigartige biologische Vielfalt zu erhalten.

Aufgrund der angespannten politischen Situation in der DR Kongo verfolgt die GIZ im Auftrag des BMZ und des Auswärtigen Amtes seit 2017 einen Ansatz regierungsferner Entwicklungszusammenarbeit und konzentriert sich auf zielgruppennahe Aktivitäten.

Die wichtigsten Arbeitsfelder der GIZ in der DR Kongo sind:

  • Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Trinkwasser / Abwasser
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Frieden und Sicherheit

Die Schaffung einer nachhaltigen und bezahlbaren Trinkwasser- und Sanitärversorgung unter Beachtung der Hygienestandards hat bis heute über einer Million Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Die wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung ist durch ein stabileres und inklusiveres Angebot an Finanzdienstleistungen verbessert. Im Fokus des Schutzes natürlicher Ressourcen steht die Unterstützung der kongolesischen Naturschutzbehörde bei der Verwaltung von sechs Schutzgebieten. Im Bergbausektor fördert die GIZ gute Regierungsführung, indem beispielsweise die Informationen zu Zahlungen des wirtschaftlich wichtigsten Sektors des Landes transparent gemacht und publiziert werden. Die GIZ unterstützt zudem die Zusammenarbeit von Privatwirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft, um gemeinsam Pläne für lokale Entwicklung zu erstellen und umzusetzen.  Im Bereich Frieden und Sicherheit stärkt die GIZ internationale und kongolesische Akteure der Friedensförderung. Hier wird beispielsweise mit Radiosendern und lokalen NRO zu Themen wie Gewaltprävention sowie sozialem und wirtschaftlichem Empowerment zusammengearbeitet.

Um die Lebensgrundlagen für die Bevölkerung wiederherzustellen und langfristig zu sichern, erhält die DR Kongo zudem Gelder aus der BMZ-Sonderinitiative „EINE WELT ohne Hunger". Gefördert werden damit z.B. die Einführung des Gemüseanbaus und die Verteilung von ertragsstärkerem und widerstandsfähigerem Saatgut wie Mais und Bohnen. Mit der Kongobeckenkommission unterstützt die GIZ auch grenzüberschreitende Initiativen. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Binnenschifffahrt auf dem Kongo sowie Strategien zur friedlichen und wirtschaftlichen Nutzung des Flusses.

 

Flucht und Migration

Unterstützung für Vertriebene in Afrika