Kongo DR

Karte Kongo DR

Seit 1978 arbeitet die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Demokratischen Republik Kongo; seitdem unterhält sie dort auch ein Büro. 1994 musste die Arbeit aufgrund des Bürgerkrieges und der daraus resultierenden Sicherheitsrisiken eingestellt werden. 2002, mit der Wiederaufnahme der offiziellen EU-Kooperation, wurde auch das deutsche Engagement wieder intensiviert. Derzeit sind 172 nationale und 24 entsandte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die GIZ im Land tätig.

Die Demokratische Republik Kongo ist flächenmäßig das drittgrößte Land auf dem afrikanischen Kontinent. Trotz des enormen Reichtums an Bodenschätzen ist die Bevölkerung eine der Ärmsten der Welt. Sie leidet unter den Auswirkungen von jahrzehntelanger Diktatur und Bürgerkrieg. Drei Viertel der Kongolesen sind unterernährt, 70 Prozent der rund 62 Millionen Einwohner haben keinen Zugang zu Gesundheits- und Bildungseinrichtungen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 46 Jahren.

Seit den demokratischen Wahlen 2006, den ersten nach 40 Jahren, beginnt die Demokratische Republik Kongo, ihr Potenzial zu entfalten.

Seit 2002 begleitet die GIZ die positive Entwicklung. Sie knüpft dabei an die in den letzten Jahrzehnten erzielten Erfahrungen und Erfolge an, bei Naturschutz, Stärkung des Gesundheitssystems und HIV/Aids-Bekämpfung sowie bei der Förderung der privaten Wirtschaft und der Zivilgesellschaft.

Richtungsweisend für das internationale Unterstützungsprogramm war das 2004 von kongolesischer Seite und mit Weltbank und deutscher Hilfe erarbeitete Strategiepapier zur Armutsreduzierung (DSCRP, DRSCRP II).

Die Aktivitäten der GIZ entsprechen den Leitprinzipien der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur nachhaltigen Armutsbekämpfung und Friedenssicherung.

Folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit wurden bei den ersten deutsch-kongolesischen Regierungsverhandlungen (2008) vereinbart und während der zweiten Verhandlungen (2012) bestätigt:

  • Biodiversität und nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
  • Stärkung des Mikrofinanzsektors
  • Reform des Wassersektors

Die GIZ unterstützt die Demokratische Republik Kongo im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Einige Vorhaben werden in Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank durchgeführt.

Der Friedens-, Reintegrations- und Demokratisierungsprozess wird durch Programme der entwicklungsfördernden und strukturbildenden Übergangshilfe (ESÜH) sowie durch das arbeitsmarktorientierte Bildungsprogramm gefördert.

Im Auftrag des BMZ setzt die GIZ ein bedeutendes Gesundheitsprogramm um. Themen sind Unterstützung der Geberkoordination sowie die Verbesserung der Qualität von Gesundheitsdienstleistungen und besserer Zugang der Bevölkerung zu Gesundheitsdiensten.

Die Querschnittsthemen Gender und HIV/AIDS sind Bestandteil der verschiedenen Programme und Projekte.

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes führt die GIZ Maßnahmen zur Stärkung der Funktionsfähigkeit der kongolesischen Polizei durch. Von den weltweit geschätzten 300.000 Kindersoldaten werden über 30.000 in der DR Kongo vermutet. Ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft durch verschiedene Programme ist ein wichtiges Ziel auf dem Weg in eine bessere Zukunft.

Projekte und Programme

Bürokontakt

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GIZ-Büro Demokratische Republik Kongo
Landesdirektorin
Carola Jacobi-Sambou
E-Mail: giz-kongo-rdc@giz.de


Büroadresse
GIZ-Büro Demokratische Republik Kongo
Bureau de la GIZ, 7, Avenue Comité Urbain / Ecke Avenue Kilo-Moto
Kinshasa – Gombe
Telefon: +243 81 08 44 577
E-Mail: giz-kongo-rdc@giz.de


Postanschrift
Bureau de la GIZ, BP 7555
Kinshasa – Gombe
République Démocratique du Congo


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