Kongo DR

Karte Kongo DR

Seit 1978 arbeitet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Demokratischen Republik (DR) Kongo. 1994 musste die Arbeit wegen des Bürgerkrieges und der daraus resultierenden Sicherheitsrisiken eingestellt werden. Im Jahr 2002 wurde die internationale Zusammenarbeit wieder aufgenommen. Derzeit sind mehr als 200 nationale Mitarbeiter, vier Entwicklungshelfer, drei integrierte Fachkräfte und 30 internationale Mitarbeiter für die GIZ im Land tätig.

Die DR Kongo erlebt seit 20 Jahren eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Drei Viertel der rund 70 Millionen Kongolesen leben trotz des enormen Reichtums an Bodenschätzen unterhalb der Armutsgrenze; laut den Vereinten Nationen benötigen rund 10 Prozent der Bevölkerung dringend humanitäre Hilfe. Im Human Development Index 2015 belegt das Land Platz 176 von 188. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei knapp 60 Jahren.

2006 fanden nach 40 Jahren erstmals wieder demokratische Wahlen im Land statt, bei denen Präsident Joseph Kabila ins Amt gewählt wurde. Die nächsten Wahlen sollen 2017 oder 2018 stattfinden.

Die DR Kongo ist flächenmäßig das drittgrößte Land Afrikas. Der größte Teil des Regenwalds im Kongo-Becken – nach Amazonien der zweitgrößte der Erde – liegt im Kongo. Es ist von globalem Interesse, diesen riesigen natürlichen Kohlenstoffspeicher und seine einzigartige biologische Vielfalt zu erhalten.

Die GIZ unterstützt die DR Kongo im Auftrag des BMZ und richtet ihre Aktivitäten an dessen Leitprinzipien zur nachhaltigen Armutsbekämpfung und Friedenssicherung aus. Einige Vorhaben werden in Zusammenarbeit mit der KfW Entwicklungsbank durchgeführt. Richtungsweisend für das internationale Unterstützungsprogramm sind die von kongolesischer Seite mit der Weltbank und deutscher Hilfe erarbeiteten Strategien zur Armutsreduzierung.

Die Schwerpunkte der GIZ in der DR Kongo sind:

  • Trinkwasser/Abwasser
  • natürliche Ressourcen
  • nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Darüber hinaus unterstützt die GIZ den Friedens-, Reintegrations- und Demokratisierungsprozess des Landes. Sie stellt dafür Übergangshilfen zur Verfügung wie Saatgut oder landwirtschaftliche Werkzeuge. Zur Übergangshilfe gehören aber auch der Wiederaufbau von Straßen und der Trinkwasserversorgung sowie Ernährungs- und Berufsberatungen. Um die Lebensgrundlagen für die Bevölkerung wiederherzustellen und langfristig zu sichern, erhält die DR Kongo zudem Mittel aus der BMZ-Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger".

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes fördert die GIZ die Funktionsfähigkeit der kongolesischen Polizei. Zudem unterstützt sie mit der Kongobeckenkommission (CICOS) auch grenzüberschreitende Initiativen. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Binnenschifffahrt auf dem Kongo sowie die Entwicklung von Strategien zur friedlichen, wirtschaftlichen Nutzung des Flusses.

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