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Bangladesch

Deutschland und Bangladesch können auf über 40 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist in Bangladesch mit rund 260 nationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 18 entsendeten Kräften vertreten.

Bangladesch hat in den letzten Jahrzehnten ein bemerkenswert hohes Wirtschaftswachstum erzielt und wird deshalb von der Weltbank als Land mit mittlerem Einkommen im unteren Bereich klassifiziert. Diese wirtschaftliche Dynamik wurde zu einem großen Teil durch die robuste Konjunktur in der Konfektionsbekleidungsbranche getragen, auf die 90 Prozent der Ausfuhren des Landes entfallen. Zu den nach wie vor bestehenden Herausforderungen gehören jedoch die Verbesserung der Arbeits- und Sozialstandards in der Textilbranche, die Bekämpfung der Korruption sowie die überbelegten Gefängnisse.

Darüber hinaus ist das Land besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels, die die Landflucht verstärken und die Städte Bangladeschs schnell wachsen lassen. Die jüngste Zunahme der militanten Angriffe auf Ausländer und Minderheiten bietet ebenfalls Anlass zur Sorge.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und weiterer Geber (darunter die britische Regierung und Energising Development (EnDev)) konzentriert sich die GIZ in Bangladesch auf folgende Schwerpunkte:

  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz;
  • Gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte; und
  • Anpassung an den Klimawandel in städtischen Ballungsräumen.

Beispielsweise entwickelt die GIZ mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft sowie aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor Strategien zur Verbesserung der Lebensbedingungen in abgelegenen Gebieten. Dabei geht es um einen besseren Zugang zu sauberem und erschwinglichem Trinkwasser, gesündere Wohnverhältnisse, die Verringerung des Treibhausgasausstoßes und den Bau sicherer Kochstellen.

Außerdem leistet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einen Beitrag, um das Strafjustizwesen des Landes auf nationaler und lokaler Ebene für alle Bürgerinnen und Bürger transparenter zu machen, die Zahl der in Untersuchungshaft befindlichen Gefangenen und den Fallrückstau zu verringern, die Rückfallquoten zu minimieren und alternative Streitbeilegungsmechanismen zu fördern.

Über das weltweite Climate Finance Readiness Programme unterstützt die GIZ die Regierung der Volksrepublik Bangladesch bei der Aufgabe, die Widerstandsfähigkeit des Landes gegenüber dem Klimawandel zu stärken. Ferner hilft die GIZ der Regierung dabei, ihre Klimastrategie sowie den entsprechenden Aktionsplan transparent und unter Nutzung nationaler und internationaler Finanzmittel umzusetzen.

Über die oben genannten Schwerpunktbereiche hinaus führt die GIZ Projekte auf den Gebieten Gesundheit, Biodiversität und Ressourcenschutz durch. So unterstützt die GIZ die Verbesserung der Leistungen rund um die sexuelle und reproduktive Gesundheit, insbesondere für arme Bevölkerungsschichten in den Städten, und fördert eine effektive Bewirtschaftung der Sundarbans-Mangrovenwälder.

Die GIZ wird auch für andere Kunden tätig, beispielsweise für internationale und multinationale Unternehmen. Bis jetzt lag der Fokus der GIZ-Projekte auf der Förderung der Sozial- und Umweltstandards und des Gesundheits- und Arbeitsschutzes in den Textilfabriken des Landes sowie der Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

In Bangladesch ist die GIZ Teil eines Regionalprogramms, das auf die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie hinwirkt. Außerdem beteiligt sich die GIZ an einem weltweiten Programm, das die Fähigkeit der Privatwirtschaft zur Anpassung an den Klimawandel stärken will.