Togo

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Seit 2012 ist die Republik Togo wieder Kooperationsland der Bundesrepublik Deutschland. Die GIZ nahm ihre Arbeit Anfang des Jahres 2013 in der Hauptstadt Lomé mit einem Büro auf und ist mit drei weiteren dezentralen Programmbüros in den Städten Kpalimé, Tsévié und Sokodé vertreten. Derzeit arbeiten für die GIZ 26 internationale und 100 nationale Fachkräfte.

Die offizielle staatliche Kooperation war in den 1990er Jahren aufgrund der politischen Entwicklung Togos eingestellt worden. Das Land befindet sich heute in einer Phase der Demokratisierung. 2013 fanden Parlamentswahlen statt. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen Togos liegt unter 1.000 US-Dollar, das Land belegte 2014 damit Platz 166 (von 187) im Human Development Index der Vereinten Nationen. Die Bevölkerung wird auf etwa sieben Millionen Einwohner geschätzt, von denen rund 60 Prozent unter der absoluten Armutsgrenze leben. Ungleichheiten bei der Einkommensverteilung nehmen ebenso zu wie die mit rund einem Drittel bezifferte Jugendarbeitslosigkeit.

Der Agrar- und Dienstleistungssektor bildet das Rückgrat der Volkswirtschaft: Über 60 Prozent der Togoer arbeiten in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Viele Menschen bauen für den Eigenbedarf an und verkaufen anfallende Überschüsse. Der Anbau von Kaffee, Kakao und Baumwolle dient auch dem Export, hat aber noch ein erhebliches Wachstumspotential. Für das Land wird für die kommenden Jahre ein Wirtschaftswachstum von etwa sechs Prozent erwartet. Diese positive Prognose ist auf die Existenz des erweiterten Tiefseehafens - dem einzigen in der Region - sowie auf den Ausbau des Flughafens von Togo zurückzuführen. Togo ist einer der wichtigsten Umschlagplätze Westafrikas.

Togo steht mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Verhandlung über eine Zusammenarbeit. Der stark subventionierte Benzinpreis wurde erhöht und eine (zentrale) Steuerbehörde (OTR – Office Togolais des Recettes) eingerichtet. Weitere Forderungen des IWF stehen noch aus, wie etwa die Stärkung des Privatsektors und ein verbessertes Schuldenmanagement.

Zwischen Deutschland und Togo wurden folgende Schwerpunkte vereinbart:

  • Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
  • Berufliche Bildung und Jugendbeschäftigung
  • Gute Regierungsführung und Dezentralisierung

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank führt die GIZ in Togo pro Schwerpunkt ein Vorhaben durch. Der Fokus liegt dabei auf drei mittelgroßen Städten mit Entwicklungspotenzial: Kpalimé, Tsévié und Sokodé.

Des Weiteren berät die GIZ im Auftrag des BMZ die togoische Regierung zur nationalen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie, zur Bevölkerungsdynamik und hinsichtlich der Anpassung an den Klimawandel. Hinzu kommt das Programm zur Wald- und Wiederaufforstung und Reduzierung von Emissionen (REDD+). REDD+ ist ein Mechanismus der internationalen Klimaschutzpolitik, dessen Grundidee darin besteht, Entwicklungsländern Ausgleichszahlungen zukommen zu lassen, wenn diese ihre Entwaldung und Degradierung von Wäldern nachweislich reduzieren.

Schließlich arbeitet die GIZ - finanziert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) - zu Biodiversität entlang des Grenzflusses Mono.

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