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Togo

Seit 2012 ist die Republik Togo – nach einer Unterbrechung seit den 1990er-Jahren – wieder Kooperationsland der Bundesrepublik Deutschland. Die GIZ nahm im Jahr 2013 ihre Arbeit mit einem Büro in der Hauptstadt Lomé wieder auf und ist derzeit an sechs weiteren Standorten präsent. Aktuell arbeiten 129 nationale und 20 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 15 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen Togos liegt unter 1.000 US-Dollar, das Land belegt Platz 165 (von 189) im Human Development Index der Vereinten Nationen (2017). Etwa die Hälfte der knapp acht Millionen Menschen im Land lebt unter der absoluten Armutsgrenze. Ungleichheiten bei der Einkommensverteilung nehmen zu. Etwa ein Drittel der Jugendlichen ist arbeitslos.

Landwirtschaft und Dienstleistungen bilden das Rückgrat der Volkswirtschaft: Über 60 Prozent der Togoer arbeiten in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Der Export von Kaffee, Kakao und Baumwolle hat erhebliches Wachstumspotential. Für das Land wird für die kommenden Jahre ein Wirtschaftswachstum von etwa fünf Prozent erwartet. Grundlagen für diese positive Prognose sind unter anderem ein erweiterter Tiefseehafen – der Einzige in der Region – und der Ausbau des Flughafens von Lomé. Das Land ist einer der wichtigsten Waren-Umschlagplätze Westafrikas.

Zwischen Deutschland und Togo wurden folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit vereinbart:

  • Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft
  • Berufliche Bildung und Jugendbeschäftigung
  • Gute Regierungsführung und Dezentralisierung

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank führt die GIZ in Togo in jedem der Schwerpunkte ein Vorhaben durch. Der Fokus liegt auf sechs mittelgroßen Städten mit Entwicklungspotenzial. Im Bereich Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft unterstützt die GIZ zum Beispiel Kleinbauern durch intensive Schulungen. Um die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren, entwickelt das Bundesunternehmen unter anderem Lehrpläne für Berufsschulen und stärkt das togoische Berufsbildungssystem. Ein Vorhaben zur guten Regierungsführung fördert Dezentralisierung und die Verbesserung kommunaler Dienstleistungen.

Seit 2017 berät die GIZ außerdem die togoische Regierung im Auftrag des BMZ zur Stärkung des Gesundheitssystems. Themen sind unter anderem sexuelle Gesundheit und Rechte sowie Familienplanung (reproduktive Gesundheit). Ein weiteres Projekt fördert dezentrale, klimafreundliche Energieversorgung und stärkt zum Beispiel staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure im Bereich erneuerbarer Energien.

Hinzu kommen grenzüberschreitende Vorhaben zu Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie ein Programm zur nachhaltigen Waldwirtschaft und Wiederaufforstung. Das Bundesunternehmen ist in Togo außerdem im Rahmen des Regionalvorhabens „Sport für Entwicklung in Afrika“ aktiv und fördert die soziale und politische Teilhabe in Togo durch Sport. Schließlich arbeitet die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zu Biodiversität entlang des Grenzflusses Mono.