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Kamerun

Seit Anfang der 1960er-Jahre ist die GIZ in Kamerun aktiv. Das Regionalbüro in Yaoundé koordiniert die Arbeit der GIZ im Land. Aktuell arbeiten 282 nationale und 39 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 5 integrierte Fachkräfte und 14 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Kamerun ist reich an natürlichen Ressourcen und Bodenschätzen und gilt trotz diverser Konflikte als Anker der Stabilität in einer krisengeschüttelten Region. Die kamerunische Regierung verfolgt das Ziel, bis 2035 Schwellenland zu werden. Die kamerunische Gesellschaft steht jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Korruption und dadurch verursachte ungünstige Investitionsbedingungen führen dazu, dass Entwicklungspotenziale ungenutzt bleiben. Die GIZ arbeitet in Kamerun im Auftrag der Bundesregierung sowie der Europäischen Union (EU). Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zu den wichtigsten Kooperationspartnern zählt neben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Die GIZ arbeitet in Kamerun gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen in diesen Schwerpunkten:

Umwelt-, Klima- und Waldpolitik: Ein Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist der Erhalt des Tropenwaldes. Die Hälfte der Fläche Kameruns ist von Wald bedeckt. Holz ist neben Mineralöl und Kakao das bedeutendste Exportprodukt. Bislang ist erst ein kleiner Teil der Waldbewirtschaftung auf nachhaltige Nutzung umgestellt. Die GIZ fördert einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Schutz der Biodiversität in Kamerun. Nach dem Prinzip „Schutz durch Nutzung“ werden dabei z.B. Tropenhölzer und Gewürze vermarktet. 
Regierungsführung und Dezentralisierung. Noch ist das Verwaltungssystem in Kamerun intransparent und ineffizient. Die GIZ entwickelt moderne und digitale Lösungen, um eine schnellere und transparente Infrastruktur zu schaffen, Kommunen an das Internet anzuschließen und Steuereinnahmen des Staates zu erhöhen. So entsteht beispielsweise ein moderner kommunaler Dienstleistungssektor, welcher gleichzeitig eine Grundlage zur besseren Versorgung von geflüchteten Menschen aus den Nachbarländern schafft.

Auf nationaler Ebene unterstützt das Bundesunternehmen das Ministerium für Wirtschaft, Planung und Raumordnung sowie das Finanzministerium dabei, die öffentlichen Finanzen zu reformieren. Ziel dieser Neuerungen ist es, die Steuerbasis zu verbreitern und diese Mehreinnahmen für die Umsetzung der nationalen Entwicklungsstrategie zu nutzen. 

Ländliche Entwicklung: Die Arbeit der GIZ und ihrer Partnerorganisationen in diesem Schwerpunkt fokussiert sich auf landwirtschaftliche Betriebe in den drei Nordregionen Kameruns. Ziel ist der Übergang von einer mehrheitlich durch Subsistenzwirtschaft geprägten Landwirtschaft zu einem rentablen, sowie sozial und ökologisch nachhaltigen Agrarsektor.

Außerhalb der Schwerpunkte ist das Bundesunternehmen auch im Gesundheitssektor tätig. Die Entwicklung des kamerunischen Gesundheitssystems stagniert seit Jahren auf niedrigem Niveau. Besonders Familienplanung, eine angemessene Gesundheitsversorgung von Frauen während Schwangerschaft und Geburt sowie der Zugang zu Verhütungsmitteln sind nicht ausreichend. Die GIZ arbeitet daher zum Beispiel mit dem Gesundheitsministerium zusammen, um den Zugang zu modernen Verhütungsmitteln und Familienplanungsdiensten zu verbessern. 

Das Wohlstandsgefälle zwischen dem vergleichsweise reichen Süden und dem armen Norden Kameruns ist erheblich. Besonders junge Menschen sind von Armut betroffen und haben keine Perspektive. In einem gemeinsam von BMZ und EU finanzierten Vorhaben im kamerunischen Norden unterstützt die GIZ daher junge Menschen über Ausbildung und Beschäftigungsmaßnahmen beim Aufbau einer Perspektive. Von Kamerun aus unterstützt das Bundesunternehmen auch Vorhaben in mehreren Staaten der Region, zum Beispiel zur Förderung von Kleinbetrieben im Kakaosektor sowie ein Projekt im Kongobecken zur nachhaltigen Waldwirtschaft.

Projekte und Programme

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