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Kamerun

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 316
Internationale Mitarbeiter*innen: 38 
Entwicklungshelfer*innen: 10

(Stand: 31.12.2020)

Seit Anfang der 1960er-Jahre ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Kamerun aktiv. Das Regionalbüro in Kamerun koordiniert auch die Tätigkeit der GIZ in Gabun, São Tomé und Príncipe, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik.

Im Einklang mit Kameruns „Vision 2035“ verfolgt die kamerunische Regierung das Ziel, den Status eines Schwellenlands zu erreichen. Noch fehlt es dem kamerunischen Verwaltungssystem jedoch auf nationaler und kommunaler Ebene an Effizienz und Transparenz, und noch gilt es, in Schlüsselbereichen wie Landwirtschaft, nachhaltiger Ressourcennutzung und Gesundheitsversorgung Herausforderungen zu bewältigen. Die Kommunen sind nach wie vor nur bedingt in der Lage, die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen und die lokale Entwicklung inklusiv und dauerhaft zu gestalten. Gemeinschaften, die Binnenvertriebene aufnehmen, sind mit ihren Aufgaben zunehmend überlastet.

Aufgrund seiner geografischen Lage und ökologischen Vielfalt verfügt Kamerun über beträchtliches Potenzial in den Bereichen Landwirtschaft und Viehzucht, die etwa 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes beitragen und einen Großteil der Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Doch die Erträge sind insgesamt niedrig, und mehr als ein Fünftel der ländlichen Haushalte sind von Ernährungsunsicherheit betroffen. Mangelernährung bei Frauen und chronische Unterernährung bei Kindern sind weitverbreitet. Für junge Menschen und für Frauen ist der Zugang zu Land ebenso wie der Zugang zu Krediten und Darlehen noch immer sehr schwierig. Kleine landwirtschaftliche Betriebe können nur begrenzt auf Innovationen zugreifen, die die Produktivität steigern, die Ernährungssicherheit gewährleisten und die Einkommen verbessern würden.

Die Hälfte der Fläche Kameruns ist bewaldet, und Holz ist eines der Hauptexportprodukte des Landes, wird aber zum großen Teil nicht deklariert. Migration und Bevölkerungswachstum haben den Bedarf an Brennholz und landwirtschaftlicher Tätigkeit in die Höhe getrieben. Zusammen mit einem allgemeinen Mangel an Arbeitsplätzen stellt dies eine Bedrohung für die Wälder und Ökosysteme Kameruns dar. Illegaler Holzeinschlag und Wilderei verschlimmern die Situation.

Hauptauftraggeber der GIZ in Kamerun ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Schwerpunkte der deutsch-kamerunischen Zusammenarbeit liegen derzeit in den Bereichen

  • Umwelt-, Klima- und Waldpolitik 
  • Ländliche Entwicklung
  • Staatsführung und Dezentralisierung

Ein Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist es, die kamerunischen Tropenwälder und Schutzgebiete im Einklang mit den Lebensräumen von Mensch und Tier zu erhalten, was dazu beiträgt, Zoonosen wie COVID 19 zu verhindern. Die GIZ fördert einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und den Schutz der Biodiversität in Kamerun und den Mitgliedsstaaten der Zentralafrikanischen Waldkommission (COMIFAC).

Im Bereich ländliche Entwicklung ist die Arbeit der GIZ in Kamerun darauf ausgerichtet, Ernährungssicherheit zu gewährleisten und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Zu diesem Zweck unterstützt sie die Partner beim Übergang von der Subsistenzlandwirtschaft zu einem Agrarsektor, der sowohl gewinnbringend als auch sozial und ökologisch nachhaltig ist.

Die Regierung Kameruns sieht in der Dezentralisierung und lokalen Entwicklung Schlüssel zur Demokratieförderung und Armutsbekämpfung. Die GIZ unterstützt Kamerun bei der Umsetzung seiner Strategie und der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und den für die Dezentralisierung zuständigen nationalen, regionalen und lokalen Behörden. Dazu gehören Beratung bei der Instandhaltung und Verwaltung der öffentlichen Infrastruktur mit Hilfe einer verbesserten Haushaltsplanung und Nutzerbeteiligung sowie die Förderung kommunaler Telekommunikationszentren, damit der Bevölkerung und den Gemeindeverwaltungen nachfrageorientierte digitale Dienste und Internetzugang zur Verfügung gestellt werden können. Besonderes Gewicht wird auf die Beteiligung von Frauen, jungen Menschen und Binnenvertriebenen gelegt.

Im Hinblick auf eine gute Führung der Staatsfinanzen auf nationaler Ebene unterstützt die GIZ die Regierung Kameruns bei der Planung und Umsetzung mittelfristiger Ausgabenrahmen und Programmbudgets sowie bei der Reform der öffentlichen Finanzen zur Verbreiterung der Steuerbasis und Verbesserung der Steuererhebung.

Außerhalb der Schwerpunktbereiche ist die GIZ auch im Gesundheitssektor tätig und setzt sich für eine allgemeine Gesundheitsversorgung in Kamerun ein. Das beinhaltet die Gesundheitsversorgung von Frauen während Schwangerschaft und Geburt und den Zugang zu Verhütungsmitteln. Hinzu kommt die Unterstützung von Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten wie COVID-19. Die GIZ fördert ferner Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen in Konfliktgebieten. Unter anderem durch Zusammenarbeit mit der kamerunischen Diaspora wird die Interaktion mit dem deutschen und europäischen Privatsektor erleichtert. Für eine friedliche und stabile Entwicklung in Kamerun und seinen Nachbarländern arbeitet die GIZ mit Partnerorganisationen auf dem Gebiet der Friedensförderung in der Gesellschaft, der Polizeiarbeit und des Grenzmanagements zusammen.

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