Südafrika

Karte Südafrika

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist seit 1993 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Südafrika tätig. Seit 1996 gibt es ein Büro in Pretoria. Heute arbeiten rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort für die GIZ. Mehr als 60 Prozent sind Ortskräfte.

Fast zwei Jahrzehnte nach dem friedlichen Übergang von der Apartheid in die Demokratie befinden sich Staat und Gesellschaft in Südafrika noch immer im Wandel. Die Vision des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) von „Besseren Lebensbedingungen für alle Menschen im Land“ hat sich bisher nur für eine Minderheit erfüllt. Während eine neue schwarze Mittelschicht heranwächst, fühlen sich breite Teile der Bevölkerung vom Fortschritt ausgeschlossen. Armut und wachsende Ungleichheit könnten den sozialen Frieden bedrohen. Schon jetzt wirken sich Gewalt und Kriminalität nachteilig auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes aus.

Das Land am Kap gilt als wirtschaftliche und politische Lokomotive für den afrikanischen Kontinent. Es hat maßgeblichen Einfluss auf die politische Stabilität Afrikas. Jahrelang ist die Wirtschaft Südafrikas kontinuierlich gewachsen. 2009 hat die globale Wirtschaftskrise diesem Wachstum Einhalt geboten. Mehr als eine Million Arbeitsplätze sind seither verloren gegangen und der Trend hält an. Betroffen sind vor allem Menschen mit geringer Bildung und ohne Ausbildung – fast die Hälfte der Bevölkerung. Sie sind auf dem formalen Arbeitsmarkt chancenlos. Gleichzeitig ist der Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften der limitierende Faktor für die weitere Entwicklung der Wirtschaft. Bildung und Ausbildung stehen deshalb ganz oben auf der politischen Agenda.

Während die Nachfrage nach bezahlbarer und sauberer Energie steigt, gewinnt Südafrika seinen Strom noch immer überwiegend aus der einheimischen Kohle und ist einer der 15 größten Verursacher von Treibhausgasen. Gleichzeitig ist das Land stark vom Klimawandel betroffen. Südafrika hat aber ein großes Potenzial für erneuerbare Energien und kann Strom durch effizientere Nutzung an vielen Stellen einsparen, ohne das wirtschaftliche Wachstum zu gefährden. Die südafrikanische Regierung hat deshalb Initiativen auf den Weg gebracht, welche die Stromversorgung langfristig sichern, Kohlendioxid-Emissionen reduzieren und gleichzeitig „grüne“ Arbeitsplätze schaffen sollen.

Die HIV- und AIDS-Epidemie bleibt ein Problem, obwohl die Zahl der Neuerkrankungen inzwischen langsamer steigt. Fast jeder vierte Erwachsene ist infiziert und rund 5,7 Millionen Menschen leben mit dem Virus. Nach offiziellen Angaben haben sich seit April 2010 etwa 14 Millionen Menschen testen lassen und fast 2 Millionen werden mit antiretroviralen Medikamenten behandelt. Drastisch gesunken ist die Zahl der Neugeborenen, die über ihre Mütter infiziert wurden. Dies zeigt deutlich, dass sich die Einstellung zu der Epidemie, die noch bis vor wenigen Jahren von der Gesellschaft totgeschwiegen und von der Regierung negiert wurde, drastisch geändert hat.

Thematische Schwerpunkte der südafrikanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind:

  • Regierungsführung und Verwaltung
  • Energie und Klima
  • HIV und AIDS

Die GIZ führt außerdem anspruchsvolle Bildungsprogramme durch, in denen neben Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen die Jugendförderung und die Gewaltprävention im Vordergrund stehen.

Die GIZ engagiert sich seit 1992 für den politischen Wandel in Südafrika. Sie arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie internationaler Organisationen und Institutionen, wie zum Beispiel der Europäischen Union.

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