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Indonesien

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1975 in Indonesien. Das Landesbüro befindet sich in der Hauptstadt Jakarta. Aktuell arbeiten 240 nationale und 35 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fünf integrierte Fachkräfte und sieben Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Seit 2007 zählt Indonesien zu den Ländern mit mittlerem Einkommensniveau. Das Land ist Mitglied der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) und spielt regional eine bedeutende Rolle. So ist Jakarta Sitz des Sekretariats des Verbands Südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN). Indonesien zählt daher zu den globalen Entwicklungspartnern des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ), denen eine entscheidende Rolle bei der Erreichung internationaler Entwicklungsziele zukommt.

Die GIZ ist in Indonesien im Auftrag des BMZ aktiv. Weitere Auftraggeber sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), das Auswärtige Amt und die Europäische Union.

Die deutsch-indonesische Kooperation konzentriert sich auf drei Schwerpunktbereiche:

  • Energie
  • Umweltschutz
  • Berufliche Bildung/Wirtschaftsentwicklung

Querschnittsthemen sind gute Regierungsführung und die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft.

In der internationalen Zusammenarbeit des BMU kommt Indonesien aufgrund seiner Bedeutung für den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität eine wichtige Rolle zu.

Im Bereich Energie stehen insbesondere abgelegene Inselregionen in Indonesien vor großen Herausforderungen. Die „Energizing Development“ Partnerschaft unterstützt seit 2009 die ländliche Elektrifizierung durch erneuerbare Energien. Damit konnten bislang 189.000 Menschen, 1.500 öffentliche Einrichtungen und 2.700 ländliche Betriebe Zugang zu Energie erhalten.

Im Bereich Umweltschutz unterstützt das Bundesunternehmen die indonesische Regierung dabei, die vielfältigen tropischen Regenwälder zu erhalten. Die GIZ berät das Land bei der Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen, Methoden und Dienstleistungen für nachhaltige Waldbewirtschaftung

In der beruflichen Bildung unterstützt die GIZ unter anderem die Reform des Berufsbildungssystems. Zudem fördert das Bundesunternehmen den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Akteuren und der Wirtschaft, um Ausbildungsangebote besser auf die Bedarfe des Arbeitsmarktes auszurichten.

Im Bereich der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung ist auch der Auf- und Ausbau der sozialen Sicherungssysteme beispielhaft. 2014 wurde eine gesetzliche Krankenversicherung nach deutschem Vorbild eingeführt, die bis 2019 die gesamte Bevölkerung von über 250 Millionen Menschen abdecken soll.

Außerdem berät die GIZ die indonesische Regierung dazu, öffentliche Verkehrsmittel in ein integriertes Verkehrssystem zusammenzuführen, um den privaten Personenverkehr zu senken. Dadurch sollen die Risiken zum Klimawandel in städtischen Bereichen vermindert werden.

Das GIZ-Büro in Jakarta ist außerdem zuständig für regionale Projekte mit dem ASEAN-Sekretariat sowie die Zusammenarbeit mit der Demokratischen Republik Timor-Leste.

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