Jordanien

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Seit mehr als 40 Jahren ist die GIZ in Jordanien tätig und seit 1979 mit einem Büro in der Landeshauptstadt Amman vertreten. Insgesamt arbeiten rund 115 nationale Mitarbeiter und 40 internationale Mitarbeiter für die verschiedenen Programme in Jordanien.

Der Bürgerkrieg in Syrien und die politische Instabilität der Region wirken sich unmittelbar auf Jordanien aus: Mehrere hunderttausend Menschen haben seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nachbarland Zuflucht in Jordanien gesucht. Etwa 630.000 syrische Flüchtlinge sind bis März 2016 offiziell registriert, und es ist davon auszugehen, dass der Zustrom anhalten wird. Vier von fünf Syrern leben jedoch nicht in Flüchtlingslagern, sondern sind in Städten und Gemeinden untergekommen. So viele Menschen zusätzlich versorgen zu müssen, verstärkt die ohnehin schon existierenden Probleme vor Ort – beispielsweise bei der Gesundheitsversorgung, auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich, aber auch im Ressourcenschutz oder beim Abfallmanagement. Viele Kommunen sind mit den aktuellen Herausforderungen überlastet.

Die GIZ begleitet Jordanien dabei, langfristige Perspektiven sowohl für Jordanier als auch syrische Flüchtlinge zu schaffen. Sie unterstützt die aufnehmenden Gemeinden, in denen ein Großteil der Geflüchteten lebt, und trägt zur Stabilität des Landes bei.

Die Entwicklungsprobleme des Wüstenstaats Jordanien wurzeln vor allem im Mangel an natürlichen Ressourcen. Wasser ist knapp, und die hohe Anzahl an Flüchtlingen verstärkt den Druck auf die Wasserressourcen zusätzlich. Auch Klimawandel und Umweltverschmutzung sind zentrale Themen. Dazu ist die Industrie in Jordanien schwach ausgeprägt, das Bevölkerungswachstum mit etwa drei Prozent hoch. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Städten – doch der sehr jungen Bevölkerung mangelt es an produktiven Einkommensmöglichkeiten. Die Arbeitslosigkeit ist daher konstant hoch; offiziell liegt die Quote bei 14 Prozent, inoffiziell bei rund 30 Prozent. Von den etwa 9,5 Millionen Einwohnern lebt rund ein Drittel in relativer Armut, und Frauen sind in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung gegenüber Männern benachteiligt.

Zurzeit liegen die Schwerpunkte der deutsch-jordanischen Zusammenarbeit auf den folgenden Themen:

  • Wasser
    Seit 2001 konzentriert sich das Engagement der deutsch-jordanischen Zusammenarbeit auf den Schwerpunkt Wasser. Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Die GIZ unterstützt durch verschiedene Maßnahmen eine ausreichende und stabile Wasserver- und Abwasserentsorgung.
  • Beschäftigung und Bildung
    Um Jordaniern sowie in Jordanien lebenden Palästinensern und Syrern wirtschaftliche und berufliche Perspektiven zu bieten, liegt seit 2015 ein neuer Schwerpunkt auf der Förderung von Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Beschäftigungsförderung.

Außerdem fördert die GIZ in Jordanien den Umwelt- und Ressourcenschutz und das Abfallmanagement. Zudem werden von Jordanien aus mehrere Regionalvorhaben geführt, unter anderem im Mikrofinanzsektor, zur wirtschaftlichen Integration und Stärkung von Frauen, zur Unterstützung palästinensischer Flüchtlinge sowie gemeinsame Projekte mit arabischen Partnern.

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